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MAG-Schweißgeräte | Vergleich & Testsieger

3 Beste MAG-Schweißgerät im Test 2019

Letztes Update: 21.11.19

 

MAG-Schweißgeräte – Vergleich & Kaufberater

 

Wer regelmäßig mit Metallen arbeitet, kann darüber nachdenken, sich ein Schweißgerät zu kaufen. Die Auswahl unterschiedlicher Modelle ist sehr groß, sodass wir im Test lediglich MAG-Schweißgeräte, sogenannte Schutzgas-Schweißgeräte betrachtet haben, da das Verfahren insbesondere für Anfänger große Vorteile bietet. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Vor- und Nachteile von Schutzgasschweißgeräten und erfahren zudem, für wen die Geräte am besten geeignet sind. Außerdem lohnt sich ein Blick auf den Unterschied zu WIG-Schweißgeräten, damit Sie eine sinnvolle Entscheidung treffen können und nicht einfach blind ein günstiges MAG-Schweißgerät kaufen. Abschließend erhalten Sie in unserer Bestenliste noch eine Übersicht über die drei besten MAG-Schweißgeräte für den Heimgebrauch.

 

Was ist Metall-Schutzgas-Schweißen bzw. Metall-Inertgas-Schweißen?

Das als MAG-Schweißen abgekürzte Verfahren bezeichnet ein Lichtbogenschweißverfahren, bei dem eine endlose Drahtelektrode abschmilzt und von einer Schutzgasabdeckung umgeben ist. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielseitig, denn es lassen sich praktisch alle schweißgeeigneten Werkstoffe verbinden. Schweißt man legierte Stähle, verwendet man als Schutzgas üblicherweise ein Aktivgas wie Kohlendioxid. Dieses Unterverfahren wird Metall-Aktivgas-Schweißen genannt. Arbeitet man hingegen an hochlegierten Stählen oder Werkstoffen wie Aluminium, Magnesium oder Titan und Werkstoffen aus Nickelbasis, verwendet man ein Edelgas wie Argon. Das entsprechende Unterverfahren wird dann als MIG-Schweißen (Metall-Inertgas-Schweißen) bezeichnet. Daher sind alle MAG-Schweißgeräte auch gleichzeitig für das MIG-Verfahren verwendbar und werden häufig auch als MIG-MAG-Schweißgeräte bezeichnet. Der Unterschied besteht lediglich im Werkstoff beziehungsweise im verwendeten Gas.

 

Wann lohnt sich ein MAG-Schweißgerät?

Ein Schutzgas-Schweißgerät ist ideal geeignet, wenn Sie viele Arbeitsbereiche abdecken und nahezu alle Materialien schweißen möchten. Wichtig ist, dass Sie ausschließlich im Innenraum, also in der Werkstatt mit dem Gerät arbeiten können. An der freien Luft kann es nicht verwendet werden.

Insbesondere auch wenn Sie Anfänger auf dem Gebiet des Schweißens sind, macht die Anschaffung eines MAG-Schweißgeräts Sinn, denn der Einstieg ist verhältnismäßig leicht. So lassen sich recht schnell gute Ergebnisse erzielen.

 

Vor- und Nachteile des Schutzgas-Schweißens

Wie bereits erwähnt, sind die Geräte sehr universell einsetzbar und es kann mit nahezu allen Werkstoffen gearbeitet werden. Wer also ein Allround-Talent sucht, ist hier richtig. Außerdem lassen sich sowohl dünne als auch dickere Bleche gut schweißen und sehr schnell gute Resultate erzielen, da die Einarbeitungszeit sehr kurz ist. Schlacke bildet sich ebenfalls nicht, sodass es ein zeitsparendes Schweißverfahren ist, bei dem kein Schlackehammer benötigt wird.

Nachteilig ist allerdings, dass das Gerät, ebenso wie WIG-Schweißgeräte, sehr windanfällig ist. Das Arbeiten im Freien ist daher nicht möglich, da das Schutzgas dann nicht abschirmen kann, sodass die Schweißnaht oxidiert. Außerdem ist der Funkenflug sehr stark, weshalb umfangreiche Schutzkleidung getragen werden muss. Auch preislich sind die Geräte recht hoch angesiedelt. Wer ein besonders günstiges Schweißgerät sucht, wird daher im MAG-Bereich nur bedingt fündig.

 

Vergleich zwischen WIG und MAG-Schweißverfahren

Vergleicht man die beiden Verfahren miteinander, stellt man viele Gemeinsamkeiten wie die hohe Windanfälligkeit, das Schnelle Schweißen ohne Schlackebildung oder auch die Eignung für dünne und dicke Materialien. Allerdings ist die maximale Materialstärke beim WIG-Schweißen technisch bedingt auf rund 10 Millimeter begrenzt. Der große Unterschied zwischen den beiden Verfahren ist sicherlich die Eignung für Anfänger. Während das WIG-Schweißen erlernt werden muss und Erfahrung im Umgang zwingend erforderlich ist, kann ein Anfänger im MAG-Verfahren bereits sehr schnell passable Ergebnisse erzielen. Deutlich bessere und sauberere Schweißnähte lassen sich – die Erfahrung vorausgesetzt – aber mit dem WIG-Schweißgerät erzielen. Der Grund für die qualitativ hochwertigeren Schweißnähte liegt in der Tatsache begründet, dass der Schweißzusatz separat beigefügt werden kann, was einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Schweißnaht hat.

Sollten Sie aber eher schnell gute Ergebnisse erzielen, häufig an Autos oder mit vielen verschiedenen Materialien arbeiten bzw. einfach nur möglichst flexibel sein möchten, sind Sie mit einem MAG-Schweißgerät bestens bedient, müssen aber etwas tiefer in die Tasche greifen.

 

1. Weldinger MIG-MAG Schutzgasschweißgerät ME 200eco

 

Der nur 11 Kilogramm leichte Schweißinverter von WELDINGER konnte im Test insbesondere durch die kompakte Bauweise in Verbindung mit dem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Das Gerät bietet eine maximale Stromstärke von 200 Ampere und ist sehr benutzerfreundlich. Die Einschaltdauer liegt im MIG/MAG-Verfahren bei 60%, wenn Sie mit 200 Ampere arbeiten, beziehungsweise bei 100% bei 155 Ampere. Dies erlaubt es Ihnen, mit einer noch guten Leistung dauerhaft zu arbeiten, ohne Pausen einlegen zu müssen.

Der MIG-MAG-Brenner hat eine Länge von drei Metern, das Massekabel misst 4 Meter und das Elektrodenhalterkabel hat eine Länge von vier Metern. Dadurch sind Sie insgesamt sehr flexibel und dank der kompakten Bauweise ist das ganze Gerät zudem recht transportabel, sodass auch ein gelegentlicher Arbeitsplatzwechsel kein Problem darstellt. Im Lieferumfang ist ein passender 1,50 Meter langer Gasschlauch inklusive Anschlüsse bereit enthalten, sodass Sie mit dem richtigen Gas sofort loslegen können. Die Drahtvorschubrolle ist mit 0,6 und 0,8 mm starkem Draht nutzbar und es sind sowohl 10 als auch 20 Zentimeter Drahtrollen einsetzbar. Sie können Elektroden mit einem Durchmesser von bis zu 4 Millimetern verwenden, da der maximale Schweißstrom bei 160 A liegt.

Besonders vorteilhaft wurde von den Testern auch die Tatsache empfunden, dass auch Fülldraht verwendet werden kann. Hierzu muss das Gerät lediglich umgepolt und gegebenenfalls die Vorschubrolle getauscht werden. Unterm Strich bietet das Gerät viel Leistung in kompakter Form für einen sehr günstigen Preis.

 

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2. IPTools MIG-250 Inverter Schweißgerät mit 250 Ampere

 

Das Schweißgerät von IPTOOLS ist nicht nur günstig, sondern auch leistungsstark und mit rund 16 Kilogramm noch recht kompakt. Auch Fülldrahtschweißen ist mit dem Modell kein Problem und dank des hohen Schweißstroms von 250 Ampere im MIG bzw. 200 Ampere im MMA-Verfahren können Sie vielfältige Arbeiten erledigen. Allerdings liegt die Einschaltdauer bei 250 Ampere lediglich bei 25% im MIG / MAG-Verfahren beziehungsweise bei 200 Ampere im E-Hand-Verfahren bei 60%.

Der Drahtdurchmesser beträgt 0,8 bis 1 Millimeter und dank der Drahtvorschubeinheit mit 2 Rollen können Sie sehr exakt und gleichmäßig arbeiten. Im Lieferumfang sind neben dem Gerät selbst noch ein MIG-Schlauchpaket mit einer Länge von drei Metern, ein Elektrodenhalter mit 2,50 Metern Länge sowie eine Masseklemme (2,50 m lang) und zwei MIG-Stromdüsen enthalten. Die Bedienungsanleitung ist leider lediglich in englischer Sprache verfügbar. Dies sollten Sie unbedingt beachten, bevor Sie das Gerät kaufen.

Unterm Strich bietet IPTOOLS mit dem Gerät ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine solide und robuste Bauweise bei gleichzeitig hoher Leistung und kompakter Bauweise.

 

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3. Güde Schutzgas Schweißgerät MIG 192/6K inkl. 5Kg

 

Das 36 Kilogramm schwere Gerät von Güde ist nicht ganz so transportabel wie ein Kompaktgerät, ist aber auf Rollen gelagert und damit entsprechend leicht zu verschieben, bietet eine für den Hausgebrauch ausreichende Leistung und kann sowohl an Kraftstrom (400 V) als auch an einem 230 Volt Anschluss betrieben werden. Der Lieferumfang ist sehr großzügig, denn neben dem Gerät sind eine Schweißmaske, sämtliches Anschlussmaterial, ein 2-uhriger Druckminderer sowie ein komplettes Schlauchpaket (3 Meter Länge), 5 Kilogramm Schweißdraht (0,8 mm) sowie Massekabel und Klemme enthalten.

Der sechs-stufige Regelbereich liegt zwischen 25 und 160 Ampere und es sind Drahtstärken zwischen 0,6 bis 1 Millimeter verwendbar. Die relativ kurze Einschaltdauer von 15% bei 115 Ampere und 35% bei 70 Ampere zeigt aber, dass der Einsatzbereich eingeschränkt ist. Nur beim Betrieb an einem 400 Volt-Anschluss können Sie mit 160 Ampere arbeiten, wobei die Einschaltdauer hier bei 10% liegt. Wer aber auf der Suche nach einem robusten Komplettset für Heimwerker-Arbeiten ist, der wird mit dem Gerät dennoch sehr zufrieden sein. Der Komplettpreis für das Set ist günstig, die Verarbeitung ist solide und die Ergebnisse können sich ebenfalls sehen lassen.

 

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