▷ Bresser Teleskope | Vergleich & Testsieger

Bestes Bresser Teleskop

Letztes Update: 16.11.19

 

Welche sind die besten Bresser Teleskope im Jahr 2019?

 

 

Wenn Sie ein neues Teleskop kaufen möchten, sich aber noch nicht intensiv mit der Materie befasst haben, ist es häufig sinnvoll, sich für einen Markenhersteller zu entscheiden, der ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Bresser ist ein solcher Hersteller. Zwar kostet ein günstiges Bresser Teleskop im Schnitt etwas mehr als ein einfaches Noname-Einstiegsmodell, die Investition lohnt sich aber meist. Im Test haben die beliebtesten Modelle unterschiedlicher Bauart unter die Lupe genommen und die drei besten Bresser Teleskope am Ende in unserer Bestenliste für Sie zusammengefasst. Vorab sollten Sie sich aber darüber im Klaren sein, welche Bauart Sie bevorzugen und sich mit den wichtigsten Kaufkriterien befasst haben. Nur so können Sie eine sinnvolle Kaufentscheidung treffen.

 

Was spricht für Bresser?

 

Bresser hat 75 Mitarbeiter, ist seit 1957 am deutschen Markt vertreten und stellt optische Geräte her und importiert vorgefertigte Bauteile. Bresser bietet ein breites Spektrum an Mikroskopen, Ferngläsern und Teleskopen sowie passendes Zubehör. Der große Vorteil ist sicherlich, dass Sie jederzeit Ersatzteile für die Modelle erhalten können und das Preis-Leistungs-Verhältnis insgesamt sehr fair ist. Außerdem haben Sie stets die Möglichkeit, passende Zubehörteile und Erweiterungen zu erwerben, was bei einfachen Einstiegsmodellen meist nicht möglich ist.

 

 

Arten von Teleskopen und deren Vor- und Nachteile

 

Bei Teleskopen wird zwischen drei Haupt-Bauarten unterschieden, die wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen möchten. Vorweg sei erwähnt, dass die mögliche Vergrößerung bei einem Teleskop mit zunehmender Öffnung zunimmt. Denn je größer der Durchmesser der Öffnung, desto mehr Licht kann das Teleskop einfangen. So fängt ein Modell mit einer 6 Zoll großen Öffnung bereits rund 565 Mal so viel Licht ein wie das menschliche Auge.

 

Linsenteleskop (auch Refraktor genannt):

Dies ist die gängigste Art von Teleskopen. Charakteristisch für diese Bauart ist ein langer Tubus und wie der Name Linsenteleskop vermuten lässt, sind im Tubus linsen verbaut. Einfache Einstiegsmodelle sind meist so gebaut, aber natürlich gibt es auch professionelle und große Linsenteleskope. Hinten am Tubus ist das Okular angebracht, mit dem man direkt durch die Linsen schaut. Die Besonderheit von Linsenteleskopen ist deren hohe Kontraststärke und sehr gute Abbildungsleistung. Dadurch sind sie besonders zur Mondbeobachtung oder auch Natur- und Landschaftsbeobachtungen hervorragend geeignet. Problematisch – insbesondere für Einsteiger – ist die Tatsache, dass der Preis proportional zur Öffnung, also der Größe der Linsen steigt. Eine größere Öffnung ist aber erforderlich, um mehr Licht einzufangen und höhere Vergrößerungen zu erreichen. Dies liegt daran, dass Linsen mit einem großen Durchmesser recht teuer sind. Wenn Sie sich doch für ein großes Linsenteleskop entscheiden, müssen Sie zudem damit leben, dass das Gewicht sehr hoch ist.

 

Spiegelteleskop (auch Newton-Teleskop genannt)

Beim Spiegelteleskop gibt es keine Linse, sondern lediglich einen Hohlspiegel am Ende einer geschlossenen oder auch offenen Röhre. Dieser fängt das Licht ein und wirft es auf einen oben am Tubus angebrachten zentralen Spiegel, der das so gebündelte Licht zum Okular weiterleitet. Aufgrund dieser Bauweise sind Spiegelteleskope deutlich leichter als Linsenteleskope, deutlich günstiger bei einer großen Öffnung und zudem praktisch in der Handhabung. Das Okular sitzt bei dieser Bauweise seitlich am Tubus. Der große Nachteil ist jedoch, dass der mittige Fangspiegel zu einer Abschattung führt. Dies reduziert die Abbildungsleistung leicht, wodurch sie für Naturbeobachtungen nicht so gut geeignet sind. Für Deepsky-Beobachtungen hingegen eignen sich Netwton-Teleskope hervorragend. Außerdem gibt es keine andere Bauart, bei der man eine derart große Öffnung für bereits relativ kleines Geld bekommen und damit hohe Vergrößerungen erzielen kann. Durch die häufig sehr große Öffnung sind die Modelle weniger kompakt als handliche Linsenteleskope, sodass auch ein großes Stativ benötigt wird. Alternativ können Sie eine günstige Dobson-Aufhängung verwenden oder sogar selbst bauen.

 

Katadioptrisches Teleskop (auch Schmidt Cassegrain genannt)

Hierbei wird versucht, die Vorteile beider Teleskoparten zu vereinen. Mittels eines Fangspiegels wird das Licht zum Hauptspiegel gelenkt, der es wiederum zurückwirft. Der Hauptspiegel hat in der Mitte ein kleines Loch, durch das das gebündelte Licht hindurch fällt. Am Ende sitzt dann das Okular. Der große Vorteil dieser Bauweise ist, dass sie eine höhere Brennweite erhalten, ohne dass der Tubus sehr lang sein muss. Dadurch sind die Modelle bei großer Öffnung und Vergrößerung recht kompakt. Dennoch teilen sie die Nachteile des Newton-Teleskops und sind zudem recht teuer, da der Aufbau recht aufwändig ist.

 

 

Kaufkriterien

 

Bedenken Sie stets, dass Vergrößerung nicht alles ist. Denn einen wesentlichen Einfluss auf das Bild haben neben Brennweite und Durchmesser auch die verwendeten Okulare und die Fähigkeit des Modells, das Licht gut einzufangen. Dies wird bei Linsenteleskopen durch hochwertige, mehrfach vergütete Linsen erreicht und bei einem Spiegelteleskop durch einen exakt ausgerichteten Spiegel, einen möglichst kleinen Fangspiegel und einen geschlossenen Tubus, der kein Streulicht hineinlässt.

Keinesfalls dürfen Sie erwarten, dass Sie mit einem günstigen Teleskop für 100 Euro Vergrößerungen von 300 oder 600-fach erreichen und gleichzeitig auch noch etwas erkennen können, wie es in den Produktbeschreibungen gerne behauptet wird. Die Öffnung des Teleskops wird meist bereits im Titel mit angegeben und ist einer der entscheidenden Faktoren für die maximal sinnvolle Vergrößerung, denn nach ihr richtet es sich, wie viel Licht das Teleskop tatsächlich einfangen kann.

 

 

Empfohlene Produkte

 

 

Sirius 70/900 AZ

 

Als bester Refraktor für Einsteiger konnte sich das Modell Sirius mit einer Öffnung von 70 Millimetern bei einer Brennweite von 90 Zentimetern durchsetzen. Das Teleskop ist nicht nur günstig, sondern bietet auch eine verhältnismäßig gute Abbildungsleistung sowie gute Kontrastwerte.

Außerdem empfanden viele Einsteiger den Smartphone-Adapter interessant, mit dessen Hilfe Sie mit Ihrem Smartphone Fotos der Beobachtungen machen können. Mit einem Gesamtgewicht von 3 Kilogramm ist das Teleskop zudem sehr kompakt, sodass es sich auch gut mit zu verschiedenen Beobachtungsstandorten nehmen lässt. Im Lieferumfang sind neben dem (recht einfach aufgebauten) Stativ auch ein LED-Sucher sowie zwei einfache Okulare enthalten sowie eine 3-fach Barlowlinse, um die Vergrößerung zu erhöhen. Allerdings lässt die Abbildungsleistung bei Verwendung der Barlow-Linse recht deutlich ab. Außerdem sind ein Zenitspiegel enthalten sowie eine Ablage für Zubehör am Stativ, der bereits angesprochene Smartphone Kamera-Adapter sowie eine Astronomiesoftware, die per Download bezogen werden kann.

Unterm Strich ist das einfache Einstiegsmodell solide verarbeitet, bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich hervorragend als Allrounder für Erd-, Mond- und Beobachtung sehr heller Deep-Sky-Objekte. Im Test ließ sich auch der Saturn recht gut beobachten.

 

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Venus Azimutal 76/700

 

Bei dem Modell Venus handelt es sich um ein sehr günstiges aber dennoch für Einsteiger sehr empfehlenswertes Spiegelteleskop für Einsteiger. Es bietet eine Öffnung von 76 Millimetern bei einer Brennweite von 70 Zentimetern.

Dadurch lassen sich theoretische Vergrößerungen von 525 erreichen, allerdings machen in der Praxis Vergrößerungen über etwa 150x mit dem Modell kaum Sinn, da sich darüber hinaus kaum mehr etwas erkennen lässt. Dies reicht aber bereits für die Beobachtung von Saturn und Jupiter aus und auch hellere Deep-Sky-Objekte lassen sich mit dem Modell gut beobachten.

Neben Stativ mit Zubehörhalterung und dem Teleskop selbst sind im Lieferumfang auch ein Halter für die Smartphone-Kamera sowie eine 3-fache Barlowlinse, zwei einfache Okulare sowie ein Suchfernrohr, ein Zenitspiegel und eine Software enthalten, die im Internet heruntergeladen werden kann. Wer eine gute Vergrößerungsleistung für kleines Geld sucht und ein Einstiegs-Newton-Teleskop kaufen möchte, wird mit dem Modell sehr zufrieden sein.

 

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Messier NT-130/1000 EXOS-1/EQ4

 

Wer auf der Suche nach einer größtmöglichen Vergrößerungsleistung für verhältnismäßig kleines Geld ist, sollte einen Blick auf das NT-130 werfen.

Das klassische Spiegelteleskop bietet mit dem Faktor 260 eine gute effektiv realisierbare Vergrößerungsleistung (theoretisch ist natürlich deutlich mehr möglich) bei gleichzeitig guter Abbildungsleistung. Dies wird durch die 13 Zentimeter große Öffnung in Verbindung mit einer Brennweite von einem Meter erreicht. Im Lieferumfang sind neben der EXOS-1 Montierung und dem Teleskop selbst auch ein 26mm Superplössl-Okular sowie ein Universal-Adapter (T2) für eine Kamera enthalten. Außerdem erhalten Sie noch einen Adapter für 2‘‘ Okulare, damit Sie auch herkömmliche Okulare verwenden können.

Insgesamt überzeugt das Modell auf ganzer Linie, bietet einen guten 6×32 Sucher, mit dem sich die Beobachtungsobjekte sehr gut anvisieren lassen und auch die Verarbeitung ist unterm Strich sehr gut. Zudem ist das Teleskop trotz der Größe mit einem Gewicht von etwa 4,3 Kilogramm sehr leicht und lässt sich noch gut transportieren.

 

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